Ford Transit L2H2 4x4; Bjh. 07/2014 - Los geht 's...

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23 Jul 2019 08:39 - 23 Jul 2019 08:53 #4965 von accounti
05/2018 - Kauf des Basisfahrzeugs

Immer blöd, wenn das Budget nicht so vorhanden ist, wie man es gern hätte, aber spontane Änderungen an diesem Zustand sind aktuell nicht realisierbar. So war die Suche nach einem Fahrzeug schon etwas länger in Gang, bis wir bei einem Ford Transit L2H2 Bjh. 07/2014 und Erstzulassung 09/2015 mit 230.000km zugegriffen haben.

Das Fahrzeug ist ein Leasingrückläufer einer Glasfaserkabelfirma mit sauberem Serviceheft bei Ford und bei der Kilometerleistung mit Sicherheit als Langstreckenfahrzeug zu bezeichnen. Verkäufer war ein deutscher Händler für ausschließlich Nutzfahrzeuge dieser Art (Leasingrückläufer und vergleichbar).

Ausgangszustand:
- Blech außen mit den üblichen Gebrauchsspuren und den leider - aufgrund der miesen Lackqualität + Wintereinsatz - diesen Ansatz von "Rostspritzern", wie sie auch bei MB und VW bekannt sind.
- Im Laderaum gab es eine Zwangsbelüftung (Gastransport o. ä.), eine Speerholzseitenverkleidung und eine Siebdruckbodenplatte
- Reifen mit Sägezahn, Bremsen & Scheiben an der Verschließgrenze (trotzdem gab es neuen TÜV; 1500km nach Kauf ging die entsprechende Serviceleuchte auch an)
- Unterboden sauber, keine Aufsetzschäden, kein Rost
- sonstige Antriebs- & Achsmechanik ohne Auffälligkeiten
- Cockpit ein kleiner oberflächlicher Riss in der linken Türverkleidung von ca. 7cm; neuwertige Sitze; neuwertiges Lederlenkrad und 100% Funktion; nichts versifft nichts abgegrabbelt.

Mit 12.000€ sicherlich etwas überteuert (10.000 - 10.500€ wären wohl ehrlicher gewesen), jedoch gibt es wenig Auswahl bei 4x4/schlechtwege Allrad (Viscokupplung manuell sperrbar) und der Zustand + Langstrecke + Serviceheft + voll Ausstattung (Bluetooth, 6 Gang, Navi, Klima, Tempomat) haben mich überzeugt.

Leider war kein L2H3 mit 4x4, aktuellem Baujahr und entsprechender Ausstattung zu bekommen, aber bei 1,70m Körpergröße gelten 1,78m Innenraumhöhe im Laderaum auch als Stehhöhe. ;-)

Ford Transit L2H2 4x4 (manuell sperrbare Viscokupplung) Baujahr 07/2014; gebraucht gekauft 05/2019 m. 230.00km;
Ich bin: Frank, Schreibtischtäter und ohne handwerklichen Backround beruflich wie privat;
Im Bereich Selbstausbauer = Ersttäter

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23 Jul 2019 09:51 #4968 von accounti
07/2018 - Was ist geplant...

Das Fahrzeug soll sauber aufgebaut werden und nicht nur irgenwas reingerotzt werden!
Wie ich so hier im Forum gelesen habe, bin ich mit diesem Anspruch nicht alleine. Juhu!!! Ich freu mich auf "pingelige"/detailierte Kritik und Anregung.

Geplant im Groben ist:
- Hohlraumversiegelung innen (Termin war 07/2019) und außen
- Unterbodenversiegelung + Hohlraumversiegelung (Termin ist 08/2019) hierzu folgen noch Fragen
- Dämmung der Seitenwände & Dach
- Standheizung über Diesel (Modell?)
- Kochstelle über 2x1kg große wiederbefüllbahre Gaskartuschen ohne Gasprüfung
- Warmwasser evtl. über Standheizung od. elektrischen Zusatzboiler..we'll see...
- Querbett 140cm breit x so lang wie möglich... als Schubladenkontruktion mit zusammenschiebbaren Lattenrost
- Kühlschrank als Kompressor
- Dachhaube/Belüftung über Maxxair
- Seitenfenster auf der Schiebetürseite am Fußende Bett & über Küchenzeile als Schiebefenster
- evtl. noch Fenster in der Hecktür
- Solarpanele 2x100Watt oder vergleichbar je nach Platz auf dem Dach
- Trockentrenntoilette außziehbar von unter dem Küchenblock in den Eingangsbereich der Schiebetür
- Sitz-/Hundecke
- 2x Einzeldrehsitze Fahrerhaus

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23 Jul 2019 10:53 #4971 von accounti
07/2019 - Hohlraumversiegelung

Unter dem Stichwort Hohlraumversiegelung gibt es offensichtlich im Forum noch nichts in der Suche.
Nach das Fahrzeug innen "nackig" gemacht wurde...



...war das Fahrzeug gleich mal bei der Innenraumhohlraumversiegelung.
Ich weiß nicht, ob das eine gute Idee war und ob das Ergebnis so ist, wie es sein sollte?

Der Auftrag an den ausführenden Handwerker war: von innen vollständig versiegeln, wobei die großen Blechflächen - wo später Dämmung geklebt wird - gern freigelassen werden können. Dafür wurden diese Flächen am Rand mit Malerkrepp (s. Foto) abgeklebt.

Meine Infos zum Produkt Mike Sanders Hohlraumfett vorab war: Flächig auftragen bis zu einer Materialstärke von 1,5 mm , wobei eine Schichtstärke darüber hinaus absolut übertrieben und Materialverschwendung ist.

Das Ergebnis sieht wie folgt aus...


Auf dem Bild sieht man im Vergleich sehr gut eine Fläche (ober Ausschnitt) wo später Dämmung geklebt wird (nicht abgeklebt gewesen) und eine Fläche, wo keine Dämmung hinkommt.
Auf diesem Bild eines Ausschnittes vom Dachholm in Längsrichtung über dem Werkskabelkanal sieht man ebenfalls...



...dass irgendwie in den Sichtbereich mal kurz was reingespüht wurde und gut ist. Begründet wurde diese Vorgehensweise mit der guten Kriechfähigkeit des Fettes, die angeblich dafür sorgen würde, dass innerhalb eines Jahres, das Fett flächig verteilt ist.

Von der Kriechfähigkeit per se bin ich informiert. Jedoch spricht meiner Meinung nach folgendes gegen die Argumentation des Ausführenden:

1. Damit das Fett kriecht benötigt es neben entsprechende Außentemperaturen auch eine gewisse Materialmenge, welche sich verteilen kann.
2. Wenn z. B. in einem Hohlträger mit 4 Seiten nur eine Seite eingesprüht worden ist, wird mit Sicherheit das Fett nicht über alle anderen 3 Seiten flächig drüber kriechen, weil die Materialmänge nicht ausreicht.
3. Die Dachquerträger wurden gar nicht von innen eingesprüht, welche meiner Meinung nach potentielle Kandidaten für Rost von Innen nach außen sind. Später ausgeschäumt werden die nicht!
4. Die Fotodokumentation zeigt mir zwar den ausführenden Mitarbeiter/Firmenchef an allen wesenltichen Bauteilen, jedoch nicht unbdingt die Arbiet, welche ich eigentlich dokumentiert haben wollte.

(Bilder dazu reiche ich nach)

Jemand von euch Erfahrung/Meinung zum Thema bzw. für die Hohlraumversiegelung des Unterbodens + Unterbodenschutz eine Empfehlung im nördlichen Deutschland, wo nachvollziehbar gute Arbeit geleistet wurde?

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23 Jul 2019 11:08 #4973 von accounti
2018/07/23 - Aktueller Zustand des Fahrzeuges + geplante nächste Ausbauschritte

erledigt wurde:
- der Boden wurde jetzt von Kleberesten (vermutlich. Hybridkleber = ein sch*** Zeug zum entfernen; im Endeffekt mit einer Flex + Fächerscheibe) vollständig gereinigt
- die Bodenentlüftung zugeschweißt
- acht vorhandene 6mm Bohrlöcher ausgebohrt, mit Rostschutzgrundiert und mit dauerhaft elastischer Karosseriespachtelmasse dicht gemacht. Da von unten noch Unterbodenschutz drunter kommt, sollte das als Rostvorsorge für die Löcher reichen, oder?
- sämtliche Ansätze von Rost wurden entfernt und 2x mit weißer Rostschutzgrundierung+Lack v. Hammerit gestrichen.



Als nächste steht an:
- Dachhaube Maxxair montieren (muss noch bestellt werden)
- ggf. Seitenschiebefenster
- Siebdruckbodenplatte, evtl. die Originale (Fragen zum Aufbau folgen, wenn ich Bilder aus Sketchup dazu habe) montieren
- Dämmung der großen Seiten- und Dachblechflächen mit 19mm Armaflex.
- 2019/08/05 Abgabe des Fahrzeuges zur Außenlackplierung & -versiegelung sowie Unterbodenschutz

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  • TKM
23 Jul 2019 12:11 - 23 Jul 2019 12:17 #4975 von TKM
Ich bin mal sehr gespannt wie du die "Dämmung der großen Seiten- und Dachblechflächen mit 19mm Armaflex" bewältigst.

Ich habe das gleiche Fahrzeug und bin daran gescheitert, weil man mit Armaflex kaum in und hinter jeder dieser gefühlt 500.000 Verstrebungen kommt. Ich habe daher vorab Alubutyl verklebt, dann da wo es ging Armaflex und ganz ganz viel mit etwas ähnlichen wie Steinwolle sämtliche Löcher und Verstrebungen vollgesopft. Der letzte Rest bekommt Bauschaum.

Alles in allem war oder besser ist das eine absolute Strafarbeit nach jetzt ca. 25 Arbeitsstunden die immer noch anhält.
Dieses Fahrzeug ist vom Aufbau her im Vergleich zu allen anderen das mit Abstand aufwendigst zu dämmende.

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Letzte Änderung: 23 Jul 2019 12:17 von TKM.

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23 Jul 2019 12:19 - 23 Jul 2019 12:19 #4978 von Flokki31

TKM schrieb: Ich bin mal sehr gespannt wie du die "Dämmung der großen Seiten- und Dachblechflächen mit 19mm Armaflex" bewältigst.

Ich habe das gleiche Fahrzeug und bin daran gescheitert, weil man mit Armaflex kaum in und hinter jeder dieser gefühlt 500.000 Verstrebungen kommt. Ich habe daher vorab Alubutyl verklebt, dann da wo es ging Armaflex und ganz ganz viel mit etwas ähnlichen wie Steinwolle sämtliche Löcher und Verstrebungen vollgesopft. Der letzte Rest bekommt Bauschaum.

Alles in allem war oder besser ist das eine absolute Strafarbeit nach jetzt ca. 25 Arbeitsstunden die immer noch anhält.
Dieses Fahrzeug ist vom Aufbau her im Vergleich zu allen anderen das mit Abstand aufwendigst zu dämmende.


Ich hatte das gleiche Problem und bin einen anderen Weg gegangen:

Dämmung

Auf den letzten Seiten siehst du dann eine fast komplette Wand, von den Schrauben und Stößen sieht man im fertigen Zustand dann nichts mehr, Im Sichtbereich kommt noch ISO-Velours drüber.

Ford Transit Kasten, BJ 2017, L4H3, 2,0 TDCI, 130 PS, Euro 6
Ich bins, Georg
Ausbautagebuch
Elektrik
Letzte Änderung: 23 Jul 2019 12:19 von Flokki31.

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23 Jul 2019 13:35 #4979 von Flokki31

TKM schrieb: und ganz ganz viel mit etwas ähnlichen wie Steinwolle sämtliche Löcher und Verstrebungen vollgesopft. Der letzte Rest bekommt Bauschaum.


Ich persönlich würde Steinwolle (oder ähnliches) nicht nehmen wollen, da es nicht dampfdicht ist, also Feuchtigkeit im Innern kondensieren kann, es dann Feuchtigkeit wie ein Schwamm aufnehmen KANN (was es nur schwer wieder abgibt), es sich durch Vibrationen, Erschütterungen etc. (was ja im normalen Fahrbetrieb recht häufig vorkommt) verdichten und nach unten rutschen kann.

Bauschaum würde ich wohl auch nicht verwenden wollen, da es wahrscheinlich Isoliertechnisch IM Holm bzw. Hinter dem Blech nicht viel bringen wird. Da gehen aber die Meinungen auseinander, nur meine Meinung. Aufpassen musst du dass sich der Schaum genügend durch Öffnungen ausdehnen kann und nicht die Außenhaut verbeult.

Aber andere haben das wohl auch schon gemacht und hat mehr oder weniger funtioniert, nur meine Meinung, ich würde es nicht machen.

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  • TKM
23 Jul 2019 14:14 - 23 Jul 2019 14:17 #4986 von TKM
Ich habe mir das genauso von jemanden abgeschaut der bisher drei Kastenwagen selber ausgebucht hat und in Nähe der Alpen lebt und mit den Fahrzeugen ständig im Winter unterwegs ist.

Ich hatte auch geschrieben etwas ähnliches wie Steinwolle zu benutzen, weiss nicht genau wie das Zeug heisst, aber auf jedenfall ist das nichts was Festigkeit aufnimmt und nicht wieder abgibt. Zudem kommt bei mir natürlich über alles noch 19mm Armaflex, aber eben darüber. Und letztendlich eine Dampfsperre bevor die Verkleidungen gesetzt werden.

Ich denke der Kollege aus den Alpen mit Erfahrung mehrerer Ausbauten wird sicher wissen was er tut.

Letzte Änderung: 23 Jul 2019 14:17 von TKM.

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23 Jul 2019 14:21 - 23 Jul 2019 14:21 #4987 von Flokki31

TKM schrieb:
Ich denke der Kollege aus den Alpen mit Erfahrung mehrerer Ausbauten wird sicher wissen was er tut.

Flokki31 schrieb:
Aber andere haben das wohl auch schon gemacht und hat mehr oder weniger funtioniert, nur meine Meinung, ich würde es nicht machen.


Eben, war nur meine Meinung dazu.

Btw, der Youtubelink funktioniert nicht - jetzt schon :silly:

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23 Jul 2019 14:58 #4990 von haidi
Ich würde einebnen:
Zinkbleck oder Alu mit Karosserdichtmittel und Blindnieten so notiren, dass idh eine gerade Fläche entsteht - muss ja nicht über die ganze Fläche eben sein, aber halt alles in verschiedenen Ebenen begradigen. Dann ist das Isolieren ein Kinderspiel.

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23 Jul 2019 15:27 #4992 von Tech
Steinwolle, Styroporplatten, Bauschaum, Dampfsperre :S
Ich geh' dann mal meinen Manta tiefer-betonieren - Bo ey :lol:
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23 Jul 2019 16:11 #4993 von accounti
Ich hab da eine ganz andere Sichtweise, nämlich...

warum alles dämmen und alles zu machen?

Angenommen die Lackqualität sowie die entsprechenden Abflüsse für Schwitzwasser sind so konstruiert, dass nirgens Wasser stehen bleibt und anfängt zu rosten, ist es dann nicht sinnvoller einfach die großen Flächen ein bisschen "zu dämmen" und alles andere mit einem gut hinterlüfteten Ausbau + leistungsfähige Standheizung (ab 2KW) + aktive "überdimensionierte" Dachentlüftung (Maxxair) zu gestalten? Ja, natürlich werde ich unterm Strich mehr Diesel für eine Standheizung benötigen. Nur ist es nicht so, dass eine Dieselstandheizung nicht eh effektiver im Dauereinsatz ist, anstatt ständig an und aus zu schalten, was eine Gasheizung eher leistet?

Daher wäre mein Gedank also:
1. Armaflex auf die großen Seiten und Dachflächen ohne groß Fummelei hinter irgendwelchen Steben und Holmen
2. Hohlraumversiegelung innen (Streben, Holme & Türen) mit Mike Sanders Fett
3. Seitenverkleidung des "Wohnraums" mit 6mm Birke + wasserdichter Belag (Kunstleder, PVC)
4. Bodenplatte (Siebdruck) an den Seiten mit Karosseriedichtmasse dauerelastisch wasserdicht versiegelt + PVC-Designbelag
5. da die Seitenverkleidung auf der Bodenplatte steht, kann der PVC-Bodenbelag mit einer sogenannten Hohlkele an der Wand hochgelegt werden (ca. 10 cm oder vielleicht auch bis zur Hälfte --> somit habe ich sowas wie eine wasserdichte Wanne im Wohnraum, welche zum Fahrgasthaus entweder durchgängig ist mit ebenfalls PVC-Belag der an den Nähten sauber verschweißt wird bzw. an den Türen Abschlusskanten aus verklebten VA-Blech bekommt oder vergleichbar.
6. Der Möbelaufbau der beiden Seiten wird auf einen Doppeltenboden gestellt, somit können auf beiden Seiten nicht nur alle Leitungen (Wasser, Warmluft, Strom) unter den Möbeln geführt werden, sondern auch entsprechende Warmluftauslässe verlegt werden, die an den Seitenwänden hoch hintern den Möbelaufbauten sowie die Karosseriesicken aktiv belüftet. Außerdem ermöglicht der doppelte Boden ggf. zum Schutz der Wasserleitung gegen Bodenkälte doch noch Dämmung (Armaflex) zu verlegen bzw. vielleicht auch die Seitenwände auf dem 6mm Birkesperrholz unter dem Wandbelag (z. B. Kunstleder) zu dämmen. Wobei ich hier ggf. Alubutyl wegen seiner silbernen Oberläche und somit Reflexion der Wärmestahrlung bevorzugen würde, auch wenn es eigentlich kein Dämmmaterial ist. Laut Foren und youtube bringt das jedoch auch einen spürbaren Wärmegewinn bei weniger Materialstärke als Aramaflex.
7. Aktive Dachentlüftung, welche im geschlossenen Zustand und Laufrichtungsumkehr die aufsteigende Luft nach unten drückt und so im kleinen L2H2 für gute Wärme sorgen sollte.

= theoretisches Modell. Meinungen dazu??? :-)

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23 Jul 2019 17:11 - 23 Jul 2019 17:15 #4994 von Splitter

accounti schrieb: ... ohne groß Fummelei hinter irgendwelchen Steben und Holmen
...


Die so beliebte Fummelei mit Dämmmaterial hinter in den Innenraum hinein ragende Streben und Holme ist eh eher etwas "für die Katz".
Metall ist ein perfekter Temperaturleiter, die Temperatur ist dabei völlig egal. Also wird über die Außenanbindungen von Holmen und Streben die Außentemperatur so auch perfekt (und um die "gefummelte" Dämmung der Hohlräume herum) nach innen weiter geleitet.
Einzig direkte Strahlungswärme der Sonne auf das Außenblech mit Abstrahlung nach innen wird durch solche Maßnahmen minimiert. Holme und Streben bleiben jedoch weiterhin bestleitende Überträger.

Also gut, die größten Freiflächen des inneren Außenblechs mit Stücken Armaflex zu bekleben ist somit sicherlich kein Fehler, aber dann...

...wären mir diese beim Transit doch recht "großzügigen" Hohlräume noch ein paar Gedanken mehr wert, als diese nur mit einer durchgehenden Innenwandverkleidung "zuzupflastern".
Denn
nach der Einrichtung kommen die "Kleinigkeiten", die dann innen alle irgendwo untergebracht werden wollen:
- Wagenheber und Werkzeug
- Auffahrkeile
- Flachschlauch für die Frischwasserbefüllung
- Landstromkabel
- Hammer, Axt, Survivalsäge, Grillkohle, Klappspaten, Wasserentkeimer, Abspannungen für Markise, Heringe dazu etc.

Und das kommt dann alles IN den so sorgsam verkleideten Innenraum, statt in Fachungen der vorhandenen Hohlräume, welche nach Bildoptik schon die halbe Tiefe einer Aufbaubatterie haben ...?

Ich täte mir die Mühe machen
und außen-mit-Armafle- verkleidete Kästchen in die größten Löcher zwischen diesen Holmen und Streben einpassen, um diese dann anschließend und nach Flächendämmung mit der Wandinnenverkleidung zu verschrauben: Kleinteilfachungen für alles, was sonst im Innenraum Stauraum kostete.

...nur so mal mein Meinungssplitter dazu ;)

Ralph.
*Selbstausbau-interessierter Serienkastenfahrer*
im Knaus BoxStar Road 5,40m, BJ2015 - L2H2 - 2,3L 130PS - Euro 5 - Auflastung 3,3to auf 3,5to
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23 Jul 2019 18:26 #4995 von accounti

Splitter schrieb:

accounti schrieb: ... ohne groß Fummelei hinter irgendwelchen Steben und Holmen
...


...wären mir diese beim Transit doch recht "großzügigen" Hohlräume noch ein paar Gedanken mehr wert, als diese nur mit einer durchgehenden Innenwandverkleidung "zuzupflastern".
...


Hi Ralph und alle anderen, hier zunächst einmal ein schneller kurzer Einblick in meine aktuelle - nicht endgültige Planung vom Innenraum...









Bzgl. Stauraum - insbesondere bei einem so kleinen Fahrzeug L2H2 - kann ich Ralps Gedanken absolut nachvollziehen.
An den Seitenwänden werde ich mir das wahrscheinlich sparen, da ich aus meinen Erfahrungen der Probeurlaube mit Fahrzeugen sogar kleiner als der aktuelle davon ausgehe, dass ich mit meinem Stauraum absolut klar kommen werde.

Im Dachbereich zwischen den Querträgern = 3 mögliche Bereiche f. flache Dachfäche wäre folgende möglich:
1. Fach zum Fahrerhaushin Klappbares Staufach ähnlich der aus amerikanischen Filmen bekannten Klappen mit Leitern für den Dachboden, wobei den Platz der Leiter dann entsprechendes Material einnehmen könnte.
2. Fach kommt der Maxxair Dachlüfter. Inwiefern herum noch Platz wäre für Fächer muss ich sehen, behalte ich im Auge.
3. Fach geht definitiv als Bewegungsraum im Bett drauf.

Vermehrten Stauraum erreiche ich meiner Meinung nach duch folgende geplante Maßnahmen:
- Der Abtrennung im Heckbereich, wobei im unteren Bereich durch die nutzbaren Hecktüren der Kofferraum zugänglich ist und im oberen Bereich aufgehängt entsprechend schnell zugängliches Material (Keile, Axt, Spaten etc.); sollte sogar mit entsprechenden Halterungen für 2 Paar Ski & Stöcker reichen.
- Ladetiefe von beiden Einbauseiten von >/= 50 cm
- Ladetiefe der Hängeschränke im Bett über dem Fußende entsprechend der Küchenzeile von >/= 50cm
- Neugestalltung des Kopfraums im Fahrgastraum mit eigenem Ausbau = 2 Schubfächer; noch nicht in Sketchup gezeichnet.

Frage
Wo wir schonmal die Bilder da haben; was empfehlt ihr bzgl. der Ladungssicherung bei den Hängeschränken; offene Modelle (s. Zeichnung) mit Gummibändern, oder doch Türen (Ausbaugewicht)?

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  • TKM
23 Jul 2019 18:35 - 23 Jul 2019 18:35 #4996 von TKM
Einen großen Teil der aufwendigen Dämmung habe ich hinter mir. Ich hatte schon einiges an Fahrzeugen, aber keines davon war so leise wie der gedämmte Transit jetzt. Zudem ist es bei den gerade herrschenden Temperaturen deutlich kühler im Fahrzeug.

Alleine dafür hat sich die Arbeit schon gelohnt.
Letzte Änderung: 23 Jul 2019 18:35 von TKM.

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23 Jul 2019 20:57 #5001 von accounti

Zudem ist es bei den gerade herrschenden Temperaturen deutlich kühler im Fahrzeug.


@TKM
Was Kühlung angeht, dass wollte ich über den Maxxair Ventilator lösen, denn ein Fahrzeug wird innen von allein nie kühler sein, als die Umgebung; also auf Dauer. Da nutze ich lieber den kühlenden Effekt eines aktiven Luftzugs. Bzgl. Strom mache ich mir keine Sorgen, denn wenn es draußen warm ist, scheint auch meistens die Sonne.

Und neben dem Effekt von Metall als Temperaturleiter und dem Aspekt, dass ich den ganzen Aufbau so gestalte, dass ich nach 5 - 10 Jahren notfalls alles ausbauen kann - mit möglichst geringen Aufwand; dazu würde verklebtes Armaflex nicht zählen - zur Rostkontrolle etc., wären konkrete Zahlen interessant, inwieweit eine wirkliche komplett Dämmung (inkl. Überkleben der Holme etc.) die Temperatur im Fahrzeug senkt um ehrlich Unterschiede/Vor- und Nachteile bewerten zu können.

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24 Jul 2019 09:36 #5008 von Tech

accounti schrieb:

komplett Dämmung (inkl. Überkleben der Holme etc.)

Die Holme bzw. das ganze Blech müsste eigentlich überhaupt nicht gedämmt werden wenn man nur eine gedämmte Innenverkleidung verwendet.
Zum Beispiel wie hier: selbstausbauforum.de/forum/ford-transit/...-2017-l4h3.html#4479

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  • TKM
24 Jul 2019 19:10 #5016 von TKM
Die gedämmte Innenverkleidung nimmt allerdings viel Platz weg. Im Bereich des Bettes werde ich daher nicht viel verkleiden, damit mir mindestens 185cm an Lieferfläche bleibt. Mit meinen 190cm ist das eh schon ein Kompromiss.

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25 Jul 2019 04:37 #5018 von accounti

Tech schrieb:

accounti schrieb:

komplett Dämmung (inkl. Überkleben der Holme etc.)

Die Holme bzw. das ganze Blech müsste eigentlich überhaupt nicht gedämmt werden wenn man nur eine gedämmte Innenverkleidung verwendet.


Jup, da bin ich bei dir. Ich versteh das ganze Gefummle auf youtube auch nicht wirklich. In den Ecken, Hohlräumen etc. des Innenrausms Hohlraumschutz und Entwässerungskanäle frei. Verkleidung mit ggf. Dämmung - wenn gedämmt werden soll - und gut ist.

Wenn man bedenkt - ebenfalls "Quelle" youtube -, dass Armaflex <10 Jahre Haltbarkeit für den Kleber angibt, jetzt das Zeug fleißig verbaut wird, ohne Langzeiterfahrungen + das was es kostet, bin ich immer mehr von der Idee einer guten Belüftung des Innenraums auch hinter und unter den Möbeln sowie einer guten Standheizung überzeugt.

Wenn dann auch noch die Bodenplatte unterlüftet ist und trotzdem von oben an den Kanten wasserdicht versiegelt, sollte Rost eigentlich wenig bis keine Chance haben.


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25 Jul 2019 07:31 #5019 von Tech

accounti schrieb: Jemand von euch Erfahrung/Meinung zum Thema bzw. für die Hohlraumversiegelung des Unterbodens + Unterbodenschutz eine Empfehlung im nördlichen Deutschland, wo nachvollziehbar gute Arbeit geleistet wurde?

"Meine" Winterdienstfahrzeuge ließ ich mit Dinitrol 4942 / Carlofon 4942 (identisches Produkt. Gibts als 500ml Spraydose, 1-L Dose, Fass) behandeln.
Auch mein Wohnmobil durfte eine Behandlung erfahren und selbst in den Radläufen im direkten Spritzbereich der Reifen war das Blech nach 7 Jahren und über 160.000 km bei bayerischem Winterbetrieb immer noch versiegelt.

Eventuell wäre dieser Betrieb geeignet: vanini.de/leistungen/hohlraum-und-unterbodenschutz
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