LiFePo4 - Meinungsaustausch / Erfahrungen

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08 Nov 2019 10:24 #6502 von schmidtfranz
LiFePo4 - Meinungsaustausch / Erfahrungen wurde erstellt von schmidtfranz
Hallo zusammen,
ich spiele gerade mit dem Gedanken, meine 210Ah Gelbatterie durch eine 150Ah LiFePo4 zu ersetzen. Hat einer von euch Erfahrungen mit Liontron Batterien? Mein Favorit ist derzeit: greenakku.de/Batterien/Lithium-Batterien...Bluetooth::2061.html
Die Batterie hat scheinbar den Vorteil, dass diese bis -10 Grad geladen werden kann (mit reduzierter Leistung). Und das ohne Ytrium.
Ich bin gerade bei dem Punkt zu überprüfen, ob meine Ladegeräte die Batterie unterstützen:
- Der B2B Lader Votronic VCC1212-30 hat ein LiFeP04 Programm, geht also.
- Der Solarregler Votronic Duo Digital 250 hat auch ein LiFePo4 Programm, geht also auch.
- Das 230V Ladegerät von Fraron mit 20A hat nur Gel oder AGM Programm. Nun lese ich immer wieder, dass die LiFePo4 auch mit einem Ladegerät in Gel Stellung geladen werden können. Stimmt das?

Wie ist das eigentlich bei einer LiFePo4 wenn die voll ist und die Laderegler in Erhaltungsladung gehen. Dann liegen dauerhaft z.B. 13,6V an. Macht das was bei dieser Batterietechnologie? Gel oder AGM kann man ja permanent am Ladegerät lassen.

Ich bin gespannt auf den Austausch / eure Erfahrungen.

VG, Oliver

Fiat Ducato L4H2, Euro 6, 130PS, 3,5t

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08 Nov 2019 14:59 - 08 Nov 2019 14:59 #6514 von Holly
Ladeschlussspannung sollte 14,4V haben, also wie bei GEL oder AGM.

Von ständiger Erhaltungsladung kann ich nur abraten, dass mögen LiFePo4 gar nicht. Ich habe auch LiFePo4 und bei mir kommt nichts anderes mehr rein. Das Laden geht deutlich schneller und entladen kann man die Dinger mit Leistungen von 150A bspw. Kaffeevollautomaten oder Kapselmaschinen. Macht man sowas mit GEL oder AGM zu oft, verabschieden die sich nach nicht mal zwei Jahren.

Zudem hat du einen deutlichen Gewichtsvorteil.

VG Holly
Letzte Änderung: 08 Nov 2019 14:59 von Holly.

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15 Nov 2019 06:49 #6592 von schmidtfranz
schmidtfranz antwortete auf LiFePo4 - Meinungsaustausch / Erfahrungen
Eine Batterie scheint man sich als Bausatz selber zusammen bauen zu können. Dann die Größe, die man möchte und sogar mit LiFeYPO4 Zellen. Hat das schon mal einer von euch gemacht?

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15 Nov 2019 06:50 #6593 von schmidtfranz
schmidtfranz antwortete auf LiFePo4 - Meinungsaustausch / Erfahrungen

Holly schrieb: Von ständiger Erhaltungsladung kann ich nur abraten, dass mögen LiFePo4 gar nicht.


Wie hast du es dann geregelt, wenn die Sonne scheint und der Solarregler jeden Tag voll lädt?

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15 Nov 2019 06:54 #6594 von Holly

schmidtfranz schrieb:
Wie hast du es dann geregelt, wenn die Sonne scheint und der Solarregler jeden Tag voll lädt?


Einfach einen Schalter setzen und die Solaranlage am Ein- oder Ausgang abschalten.

VG Holly

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15 Nov 2019 06:55 #6595 von Holly

schmidtfranz schrieb: Eine Batterie scheint man sich als Bausatz selber zusammen bauen zu können. Dann die Größe, die man möchte und sogar mit LiFeYPO4 Zellen. Hat das schon mal einer von euch gemacht?


Schau mal hier:

https://forum.hme-ev.de/viewtopic.php?f=10&t=12392

VG Holly

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15 Nov 2019 07:10 #6597 von schmidtfranz
schmidtfranz antwortete auf LiFePo4 - Meinungsaustausch / Erfahrungen

Holly schrieb: Einfach einen Schalter setzen und die Solaranlage am Ein- oder Ausgang abschalten.


D.h. du hast in die Plusleitung von der Solarzelle einen Schalter gesetzt und schaltest dann manuell, wenn du dein Womo nicht brauchst, aus. Welchen Schalter hast du genommen?

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15 Nov 2019 07:21 #6598 von Holly
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15 Nov 2019 08:07 #6601 von Tech

schmidtfranz schrieb: Eine Batterie scheint man sich als Bausatz selber zusammen bauen zu können.

Sobald die Eigenbau-Batterie aber in ein Fahrzeug eingebaut werden soll, muss man sich als Erbauer und "InDenVerkehrBringer" um alle Zulassungen der Batterie selber kümmern.
Zum Beispiel die Prüfung der elektromagnetischen Verträglichkeit, etc.

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16 Nov 2019 01:31 - 16 Nov 2019 01:37 #6611 von Christiane59
Christiane59 antwortete auf LiFePo4 - Meinungsaustausch / Erfahrungen
Ich habe im Auto eine Victron PPP LiFePo4 Batterie mit 40 Ah. Lt. Victron kann die ausdrücklich dauerhaft an allen Lademöglichkeiten angeschlossen bleiben, egal ob an 230V, am Solarpanel oder Ladebooster oder was auch immer (Zigarettenanzünder geht z. B. auch).

Für Großverbraucher ist sie natürlich nicht geeignet, aber für Minicamper wie meinen finde ich sie super und auch völlig ausreichend. Ich betreibe daran meine Kompressorkühlbox, 2 Wasserpumpen, ein paar Lampen und diverse andere Kleingeräte über USB, und verschiedene 12V Ladebuchsen. Da sie bis kurz vor voll alles an Ladestrom aufsaugt was sie bekommen kann, ist sie sehr schnell wieder voll geladen.

Der Vorteil für Selbstausbauer mit wenig elektrischen Vorkenntnissen ist, dass sie schon alle mögliche Technik eingebaut hat. So z. B. die Ladegeräte für 230V, 12V, Solar, einen Unterspannungswächter, eine Bluetooth-Schnittstelle, eine Kurzschluss-Sicherung und anderes.

Das Einzige das man selbst noch anbauen muss ist eine Sicherung direkt hiter der Batterie und dann einen Kleinverteiler für alles was man daran anschließen will.

Zum Nachladen per 230V ist schon ein Netzteil dabei, und ein passendes Solarpanel kann man über den mitgelieferten Stecker einfach anstecken, ebenso ein Kabel zum Zigarettenanzünder, wenn man das mitbestellt oder selbst anfertigt.

Ich habe sie, wie in meinem Ausbauthema beschrieben, in einen Koffer gesetzt, Sicherungen und Anschlüsse dazu, und nun ist das ein völlig mobiler Batteriekoffer, den man außer im Auto auch mal zum Zelten mitnehmen kann oder ins Haus, wenn man dort gerade mal 12V braucht. Der ganze Koffer inkl. allem wiegt keine 10 kg, den kann wirklich jeder tragen.







Nachteil ist der Preis. Aber Victron ist ja eine der Top Marken in dem Segment, so hoffe ich dass ich mir während meines Camperlebens keine Gedanken mehr über Nachschub machen muss.

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Letzte Änderung: 16 Nov 2019 01:37 von Christiane59.
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26 Nov 2019 13:02 #6730 von Holly
Was hat der Spaß insgesamt gekostet?

VG Holly

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26 Nov 2019 13:50 - 26 Nov 2019 13:51 #6731 von Christiane59
Christiane59 antwortete auf LiFePo4 - Meinungsaustausch / Erfahrungen
Moin,

der Victron PPP 40 Ah kostet knapp unter 500 €. Den Rest kann ich dir nicht mehr genau sagen. Koffer irgendwas um 40 €, dann noch Sicherungsverteiler, Leitungen, Anschlussdosen nach Wunsch. Der extra Batterietrennschalter ist nicht unbedingt nötig, weil der Akku schon einen Schalter hat. Der ist aber nur elektronisch, braucht ein paar Sekunden, und Kriechströme können natürlich trotzdem auftreten. Deshalb habe ich noch einen eigenen in die Leitung gesetzt.

Alles andere ist ja schon eingebaut bzw. wird mitgeliefert, z. B. Ladegeräte, Booster, Spannungswächter etc..
Letzte Änderung: 26 Nov 2019 13:51 von Christiane59.

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26 Nov 2019 14:02 - 26 Nov 2019 14:06 #6732 von Christiane59
Christiane59 antwortete auf LiFePo4 - Meinungsaustausch / Erfahrungen
Wobei ich die Einbausitutation im Frühjahr noch mal ändern werde. Das Fach, das ich für den Koffer eingebaut habe, ist zwar von der Größe her passend. Das Einsetzen des Koffers, anschnallen und Leitungen anstecken ist aber frickelig geworden, weil ich immer zuerst das Regalbrett drüber wegbauen und die Schranktür herausnehmen muss, sonst steht mir wieder das Bett gegenüber im Weg. Und dann habe ich eine Hand zuwenig, um in der Zeit die Kabel aus dem Weg zu halten.

Da sich die Sicherungen IM Koffer befinden, hätte ich das jedes Mal, wenn mir zufällig mal eine fliegt. Gefällt mir so nicht.

Im Frühjahr werde ich den Koffer um den Akku entfernen und etwas in dieser Art statt dessen in den Schrank setzen
RIGrunner

Vom Chinamann gibt es das günstiger, und auch noch mit den Abgängen nach unten, was mir besser gefällt
Chunzehui Splitter

Selbstbauen würde auch gehen, aber PowerPole Originalzeug ist teuer, da würde ich locker auch bei > 60 € liegen.

Muss noch überlegen, ob ich dem Chinateil trauen kann.

Den Koffer behalte ich trotzdem für Zwecke, wo ich den Akku mal anderweitig brauche, z. B. im Haus beim Basteln.
Letzte Änderung: 26 Nov 2019 14:06 von Christiane59.

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24 Dez 2019 10:20 #7011 von kawakon
Servus,
meine AGM (1x 160 Ah und 1x 85 Ah) hab ich jetzt durch, nach ca 4 Jahren.
Verbraucher:
Abends Licht, evtl PC;
Pumpe Toilette, Wasser
Kaffeemaschine (ursprünglich Automat, jetzt Pad Maschine mit reduzierter Heizleistung, Milchaufschäumer - 500W)
Nach 2 + 2 Tassen Kaffee (ca. 15 min 50 A zum Wechselrichter -> 12,5 Ah)
Jetzt wenn es 20 Ah wären, dürfte der Ladestand am Morgen von 80 % (ca. 190 Ah) nicht auf 60% (ca. 140 Ah) abfallen, bzw. der Wechselrichter aussteigen wegen Unterspannung.
Aber mann muss berücksichtigen, dass hoher Entladestrom die Kapazität der Akkus stärker schwächt.
In Summe:
AGM sind nicht so geeignet für größere Stromfresser.
Deshalb werde ich mir im neuen Jahr diese LifPo4 zulegen:
emotion-e.com/CTS-93AH-100AH-LiFePo4-BMS...native-CALB-Windsdon

Und weil die Vorredner so informative Tipps gegeben haben, werde ich diesbezüglich bei Siegfried Zehentbauer diese Themen nochmals aufwerfen (ist ja um die Ecke)

Schöne Weihnachten.

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26 Dez 2019 10:39 - 26 Dez 2019 10:47 #7032 von Tech

kawakon schrieb: Deshalb werde ich mir im neuen Jahr diese LifPo4 zulegen:
emotion-e.com/CTS-93AH-100AH-LiFePo4-BMS...native-CALB-Windsdon

Hinweis:
Vom Batterie-Hersteller sämtliche Genehmigungen für den Transport (UN) und den Einbau in Kraftfahrzeugen (ECE, EMV) mitliefern lassen.
Temperaturbereich für den Fahrzeugeinbau beachten (-30°C. bis +70°C.)
Je nach Größe des Fahrzeuggenerators Ladestrom begrenzen.
Batterie-Heizung zum Laden unter 0°C. einplanen.
Letzte Änderung: 26 Dez 2019 10:47 von Tech.

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26 Dez 2019 12:21 #7033 von kawakon
Servus,
danke für die Info.
Akkus sind in KFZ eingebaut. Somit sollte der Temperaturbereich kein Problem sein.
Jedoch die Transport Genehmigung habe ich außer Acht gelassen.
Werde mich erkundigen und mit neuen Erkenntnissen euch auch dem Laufenden halten.
Mfg Konrad

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26 Dez 2019 16:56 #7034 von Stefan
Hallo Konrad (@kawakon),

hattest Du Deine beiden AGM parallel geschaltet, also die 160Ah- mit der 85Ah-Batterie? Soweit ich weiß, sollten ja nur gleiche Batterien parallelgeschaltet werden. Ich habe meine zwei Boardbatterien (2x95Ah) nach 2,5 Jahren durch, ich vermute aber, dass es daran lag, dass
a) ich noch keinen Temperaturfühler für den Solarregler verbaut hatte (dann "kocht" man die Akkus gerne)
b) die beiden Batterien nicht genau gleich waren (die zweite kam erst nach ca. 3 Monaten dazu)
c) die 140W-Solaranlage erst nach gut einem Jahr verbaut hatte

Ich habe dann beide Batterien ersetzt durch Varta AGM (die guten). Nach weiteren zwei Jahren bisher noch keine Probleme.
Natürlich würden mich LiFePo4 schon auch reizen, allerdings müssten die dann noch billiger werden.

Mein Verbrauchsprofil ist sowieso ziemlich grenzwertig: Viel Kaffee (einige Zeit hauptsächlich 1350W Nespresso, im Augenblick aber wieder auf dem Selbst-Gas-Koch-Trip), zwei Notebooks, viele Ladesachen wie Pad und Foto, Tolino, Smartphones, dazu TV+Sat. Kämen noch E-Bikes hinzu (Gott bewahre...) könnte man meinen Verbrauch kam noch toppen ;), Waschmaschine und elektrische Kochfelder mal vernachlässigt.

Gruß,
Stefan

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29 Dez 2019 07:48 - 09 Feb 2020 13:33 #7055 von Holly

Tech schrieb: Vom Batterie-Hersteller sämtliche Genehmigungen für den Transport (UN) und den Einbau in Kraftfahrzeugen (ECE, EMV) mitliefern lassen.

Auf die Transportgenehmigungen bin ich aber mal sehr gespannt

VG Holly
Letzte Änderung: 09 Feb 2020 13:33 von Tech.

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29 Dez 2019 07:58 #7056 von Holly
Im Übrigen stehe ich gerade in Andalusien seit Tagen völlig autark vom Strom. Meine Konfiguration:

2 x 100AH LiFeP04 LPS + 100AH LiFeP04
500WP Solar
1500W Wechselrichter
Autotherm 2D (nur mal kurz Morgens)
Laptop
eBike
Fernseher
Kompressorkühlschrank

Alles klappt wunderbar und ich habe immer Kapazitäten zwischen 65% - 100%, bin sehr begeistert.

VG Holly

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29 Dez 2019 09:28 - 09 Feb 2020 13:35 #7059 von Tech

Holly schrieb: Auf die Transportgenehmigungen bin ich aber mal sehr gespannt

UN38.3 ist ein Standard für jede Lithiumbatterie.
Du hast bestimmt schon den dazugehörenden Aufkleber UN3480 gesehen ;)

Eine UN38.3-Genehmigung sagt einem Käufer ob eine Lithium-Batterie unter Anderem in Bezug auf Stöße und Vibrationen getestet und freigegeben wurde.
Das ist gerade für den Einbau in Fahrzeugen wichtig und selbst die kleinste "Hinterhof-Lithium-Batterie-Manufaktur" muss diese auf Verlangen vorzeigen können.

So sieht übrigens als Beispiel die EU-Konformitätserklärung einer Lithium-Batterie für den Fahrzeugeinbau aus:
images.mastervolt.nl/files/10000013445_00_EU_DoC_MLI-E.pdf

oder wie auf Seite 41 unter
super-b-gewecke.de/downloads/Super_B_Eps..._manual_Deutsch1.pdf

oder wie hier bei Deinem Clayton-Power-Module
www.claytonpower.com/fileadmin/downloads...20LPS%2009102017.pdf
Letzte Änderung: 09 Feb 2020 13:35 von Tech.

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